München – Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie müssen die Menschen in Österreich künftig eine Schutzmaske beim Einkaufen tragen. Das teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz mit. Österreich galt mit seinen Maßnahmen bislang oft als Vorbild für Bayern und Deutschland. Ministerpräsident Markus Söder erklärte gestern, derzeit sei keine Maskenpflicht geplant, sagte aber: „Uns beschäftigt der Gedanke auch.“ Er schließe nicht aus, dass das in Deutschland eine Möglichkeit werden könnte.
Zugleich kündigte Söder gestern an, die Ausgangsbeschränkungen im Freistaat bis zum 19. April zu verlängern. „Die Lage ist weiter sehr, sehr ernst.“ Stand gestern Mittag verzeichnet Bayern 14 437 Corona-Infizierte, 2059 davon werden stationär behandelt. Laut Gesundheitsministerin Melanie Huml befinden sich 551 Erkrankte auf Intensivstationen. Noch gebe es im ganzen Freistaat freie Plätze, auch wenn regional inzwischen Engpässe entstünden.
Zu den Corona-Hotspots zählt die Staatsregierung Tirschenreuth, Miesbach, Rosenheim und Erding. Söder kündigte an, in diesen Landkreisen die Zahl der Tests und der Ärzte zu erhöhen und auch mehr Material wie Atemschutzmasken zur Verfügung zu stellen.
Nach Angaben von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger laufen inzwischen intensive Gespräche mit bayerischen Firmen, um möglichst schnell flächendeckende Schnelltests auf das Coronavirus anbieten zu können. Das Ergebnis liege dann „in wenigen Minuten“ vor, so der Freie-Wähler-Politiker. In der ersten Maihälfte sollten genügend der dazu benötigten Geräte produziert sein. mik