Söder verärgert Volksbanken

von Redaktion

GVB-Chef Gros: „Wir blockieren nicht, wir vergeben Kredite“

München – In der Corona-Krise ärgern sich Bayerns Volks- und Raiffeisenbanken über die Rufe der Politik nach unbürokratischer Kreditvergabe. Der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) äußerte am Mittwoch „Unverständnis“ über Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Konkret geht es um staatlich geförderte Kredite, die Unternehmen vor der Pleite retten sollen. „Fakt ist, dass es die Vorgaben der Förderbanken KfW und LfA sowie die des Aufsichtsrechts sind, die eine Kreditbearbeitung verkomplizieren und verzögern“, sagte GVB-Chef Jürgen Gros in München.

„Die genossenschaftlichen Hausbanken blockieren nicht, sondern tun alles, um Kredite schnellstmöglich zu bearbeiten“, sagte er. „Wenn der bayerische Ministerpräsident eine unbürokratische Behandlung von Kreditanfragen fordert, muss er unbürokratisch für Erleichterungen in den Anforderungen der Förderbanken und des Aufsichtsrechts sorgen.“

Am Dienstag hatte GVB-Chef Gros Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) kritisiert, nachdem dieser in München gesagt hatte, Bankmitarbeiter sollten bei der Kreditvergabe in der Corona-Krise „Fünfe gerade sein“ lassen.

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