Familientragödie: Drei Tote
Mutmaßliche Täterin (36) nimmt sich nach Bluttat das Leben
Vogtareuth – Eine Familientragödie ereignete sich am Freitag in den frühen Morgenstunden in Vogtareuth: Vieles deutet derzeit darauf hin, dass Ramona F., eine 36-jährige Bundespolizistin, ihre zehn und zwölf Jahre alten Töchter erschoss und sich anschließend das Leben nahm.
Um 4.40 Uhr ging der Notruf in der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd in Rosenheim ein. Mehrere Streifenfahrzeuge seien an den Einsatzort gefahren, so Polizeisprecher Stefan Sonntag. Die Beamten hätten in dem Wohnhaus zwei tote Mädchen und eine tote Frau gefunden.
Nach den ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei Rosenheim hat Ramona F. ihre beiden Töchter mit einer Schusswaffe getötet und sich dann selbst gerichtet.
Auch Gutachter des Bayerischen Landeskriminalamtes und der Rechtsmedizin waren neben den Ermittlungsbeamten am Tatort im Einsatz. „Über die Hintergründe der tragischen Tat ist noch nichts bekannt“, so Sonntag.
Die mutmaßliche Täterin war Ausbilderin bei der Bundespolizei in Rosenheim. Sie engagierte sich gegen Gewalt an Mädchen und Frauen und gab Selbstverteidigungskurse. Sie entwickelte zudem ein Kurskonzept zur Abwehr von Gewaltverbrechen und war damit auch im Februar 2019 für den Rosenheimer Gründerpreis nominiert.
Die Bestürzung im Ort angesichts der Tragödie ist groß, nicht nur bei Pfarrer Guido Seidenberger und Bürgermeister Rudolf Leitmannstetter. „Ich bin fassungslos“, so der Rathauschef. syl » REGION, SEITE 13