München – Der Anstieg der Corona-Infektionen in Bayern verlangsamt sich zusehends. Laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit liegt der Zuwachs an neuen Fällen pro Tag aktuell bei neun Prozent – Ende vergangener Woche waren es noch elf. Die Zahl der Infizierten im Freistaat verdoppelt sich alle 8,6 Tage – letzte Woche lag die Verdoppelungsrate bei 6,3 Tagen.
Auch im von der Corona-Pandemie schwer betroffenen Spanien hat sich die positive Tendenz der letzten Tage fortgesetzt. Binnen 24 Stunden seien nur noch knapp 4300 Neuinfektionen registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid gestern mit. Das ist der niedrigste Wert seit dem 22. März.
In Österreich ist die Entwicklung ebenfalls positiv. Dort verdoppelt sich die Zahl der Infizierten mittlerweile nur noch alle 21 Tage. Das Land will deshalb die Einschränkungen nach Ostern schrittweise lockern. Ab dem 14. April sollen kleine Geschäfte sowie Bau- und Gartenmärkte wieder öffnen, wie Bundeskanzler Sebastian Kurz ankündigte. Ab Mai folgen dann alle Geschäfte, Einkaufszentren und Friseure.
Auch Dänemark hat eine Lockerung seiner Maßnahmen nach Ostern angekündigt.
Bayern bleibt allerdings beim von Bund und Ländern verabredeten Zeitplan: Erst nach Ostern wollen die Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin beraten. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) stellte gestern Abend aber bereits länger andauernde Beschränkungen etwa in der Gastronomie in Aussicht. Die Schulen im Freistaat müssen sich dagegen auf einen langsamen Start vorbereiten. „Es gibt Überlegungen, dass man das stuft“, sagte Kultusminister Michael Piazolo (FW) unserer Zeitung. „Alles auf einmal wieder hochzufahren, ist sehr anspruchsvoll.“ Denkbar ist, dass zunächst die älteren Schüler ab 20. April in ihre Klassen zurückkehren. mmä/dw/mm