Berlin – Deutsche, EU-Bürger und lange in Deutschland lebende Ausländer sollen künftig für zwei Wochen in häusliche Quarantäne, wenn sie aus dem Ausland in die Bundesrepublik zurückkehren. Auf diese Empfehlung an die Bundesländer einigte sich das Corona-Krisenkabinett am Montag in Berlin. Die neue Regelung gilt aber erst ab dem 10. April und nur für Menschen, die sich mehrere Tage im Ausland aufgehalten haben, also nicht für Berufspendler.
Außerdem will die Regierung den Mittelstand einfacher mit Krediten versorgen und so eine Pleitewelle verhindern. Wie aus Eckpunkten des entsprechenden Programms hervorgeht, sollen Kredite von bis zu 800 000 Euro pro Firma mit einer 100-prozentigen Staatshaftung abgesichert werden. Die Unternehmen dürfen 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und müssen „geordnete wirtschaftliche Verhältnisse“ aufweisen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will indes noch kein Datum für eine Lockerung der Einschränkungen nennen. „Auf jeden Fall wird es ein schrittweises Vorgehen sein“, sagte sie gestern. Die Ausgangsbeschränkungen gelten vorerst bis 19. April. dpa/afp