Freistaat will nur langsamen Exit

von Redaktion

Söder: „Sind nicht über den Berg“ – Grundschul-Öffnung unwahrscheinlich

München – Die Lockerung der Corona-Beschränkungen im Freistaat dürfte nur sehr langsam erfolgen. Ministerpräsident Markus Söder will beim heutigen Gespräch der Ministerpräsidenten für eine zurückhaltende Exit-Strategie werben. Wie es in Regierungskreisen hieß, dürften die Empfehlungen der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina im Freistaat nicht umgesetzt werden. Diese hatte unter anderem dafür plädiert, Grundschulen bald zu öffnen.

Heute wollen die Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel über das weitere Vorgehen im Kampf gegen Corona beraten. „Wir brauchen einen sicheren und besonnenen Weg aus der Krise“, mahnte Söder vor dem Treffen. Vorsichtige Erleichterungen könne es nur mit zusätzlichem Schutz geben. „Wir sind noch lang nicht über den Berg.“ Damit äußerte sich Söder deutlich vorsichtiger als Armin Laschet aus Nordrhein-Westfalen. Kommt es zu keinem Kompromiss, könnte es einen eigenen bayerischen Weg geben.

Nach Informationen unserer Zeitung dürften in Bayern bei einer schrittweisen Schulöffnung als Erstes jene Klassen zum Zug kommen, in denen Abschlussprüfungen anstehen. Dass man damit aber bereits nach den Osterferien beginnt, galt gestern als unwahrscheinlich. Bei Grundschulen herrscht generell Skepsis vor. Denkbar sei auch eine baldige Öffnung zumindest kleinerer Geschäfte – verbunden mit starken Auflagen wie einer Begrenzung des Zutritts auf eine bestimmte Personenzahl. Bereits vergangene Woche hatte Söder zudem eine Maskenpflicht angekündigt. Diese hängt aber an der Verfügbarkeit.  mik

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