Rosenheim – Mit einer rasanten Geschwindigkeit hat sich das Coronavirus Sars-CoV-2 verbreitet – und dabei auch die Region Rosenheim mit voller Wucht getroffen.
Von 20. März an und damit seit vier Wochen gelten die Ausgangsbeschränkungen in ganz Bayern. Seitdem: die Autobahnen wie leer gefegt, die Wanderparkplätze großteils gesperrt. Wirkt sich dieser Lockdown bereits positiv auf Natur und Klima aus?
In der Kürze der Zeit noch schwer zu sagen – darüber sind sich die Experten, unter anderem vom Alpenverein Rosenheim, einig. Zwar ist in der Bergwelt spürbar weniger los, Erhebungen dazu gibt es bis dato allerdings noch nicht.
Einen ersten Überblick liefert indes das Bayerische Verkehrsministerium für die Autobahnen A8 und A93, wo die Messstellen auf Höhe Chiemsee und im Bereich Kiefersfelden bereits ausgewertet wurden. „Im Ergebnis sehen wir beim grenzüberschreitenden Pkw-Verkehr eine Verkehrsabnahme von durchschnittlich 75 Prozent, beim Lkw-Verkehr eine Abnahme von knapp 40 Prozent“, sagte ein Ministeriumssprecher auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen.
Wie sich die deutliche Abnahme des Verkehrs auf die Emissionen wie Schadstoffe und Lärm auswirkt, dazu liegen dem Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) noch keinerlei Erkenntnisse vor.
Der Stillstand aufgrund der Ausgangs- und Kontaktbeschränkung macht sich auch bei vielen Menschen bemerkbar. Viele empfänden dies durchaus als entlastend. Das ist zumindest die Erfahrung von Professor Dr. Peter Zwanzger, Chefarzt für Allgemeinpsychiatrie und Psychosomatik am Kbo-Inn-Salzach-Klinikum Wasserburg. Sein Fazit: „Die neue Stille tut der Seele gut.“ rg » REGION, SEITE 14