Solothurn/Rosenheim – 4,5 Millionen Franken verschwanden am 1. Juli 2019 aus einem Geldtransporter in der Schweiz. Jetzt sind 1,6 Millionen Franken davon in Rosenheim aufgetaucht, und zwar im Zuge von Ermittlungen der Staatsanwaltschaften in Traunstein und Solothurn. In Rosenheim wurde ein 30-jähriger Deutscher festgenommen, der das Geld aufbewahrt hat. Die Täter, die zwischen Oensingen und Thunstetten einen Geldtransporter von Secure Post ausräumten, stahlen „unter Mitwirkung des Chauffeurs“ über 4,5 Millionen Franken. Das geht aus einem Dokument der Schweizer Justizbehörden hervor. Das Geld blieb bis vor kurzem verschwunden. Gemeinsam vermeldeten die Staatsanwaltschaften in Traunstein und Solothurn nun, dass Teile der Beute in Rosenheim und weitere 900000 Franken in Solothurn sichergestellt wurden. Im Zusammenhang mit dem Gelddiebstahl ermittelt die Justiz gegen insgesamt 15 Personen aus der Schweiz, dem Kosovo, Mazedonien, Serbien, Deutschland und der Türkei. Gesucht wird auch nach den fehlenden zwei Millionen Franken. Wie die Ermittler auf die Spur der Tatverdächtigen kamen und ob es sich bei dem festgenommenen 30-Jährigen um einen Mann aus der Region handelt, dazu machten die Behörden keine Angaben. Gegenwärtig sind alle Verdächtigen auf freiem Fuß. In der Schweiz ist Untersuchungshaft an strenge Voraussetzungen gebunden“, erklärt Cony Brand, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Solothurn. Nach der Sicherstellung einer Millionensumme aus einem Betrug mit Schutzmasken, die nach Nordrhein- Westfalen geliefert werden sollten, ist das der nächste Erfolg des „Traunsteiner Modells“, das sich auf grenzüberschreitende Kriminalität spezialisiert hat. Die Zusammenarbeit bezeichnete Brand als „wirklich sehr gelungen“. we