Berlin/München – Nach den Beschlüssen von Bund und Ländern bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel machen sich die Landesregierungen an die Umsetzung der vereinbarten Lockerungen. Zunächst sollen Spielplätze geöffnet werden, Gottesdienste wieder stattfinden, und auch Museen und andere kulturelle Einrichtungen sollen schrittweise wieder öffnen. Vorbereitet werden aber auch bereits die nächsten Schritte für mehr Kita-Betreuung und eine Ausweitung des Schulbetriebs.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich zunächst auf diese kleineren Lockerungsschritte beschränkt. Die geltende Kontaktsperre und andere Einschränkungen bleiben mindestens bis zum 10. Mai weiter bestehen. Die Gefahr durch die Corona-Pandemie sei noch lange nicht gebannt, begründete Merkel die Zurückhaltung. „Deshalb bleibt Vorsicht das Gebot.“ Wenig Hoffnung machten Merkel und die Ministerpräsidenten deshalb bei Reisen, insbesondere ins Ausland.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kündigte an, in der nächsten Kabinettssitzung am Dienstag über das weitere Vorgehen zu beraten. „Wir werden nächste Woche den entsprechenden Fahrplan in Bayern machen.“ So müssten etwa vor der Öffnung von Spielplätzen noch einige Fragen geklärt werden. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) prüft, ob es Erleichterungen bei Besuchen in Alten- und Pflegeheimen geben kann.
Der bisherige Konsens in Bayern über die Corona-Maßnahmen ist derweil aufgebrochen. Die Oppositionsparteien im Landtag kündigten eigene Forderungen an.