Rotes Kreuz kritisiert Kassen

von Redaktion

BRK fürchtet Kurzarbeit als Bedingung für Pflegeschirm

München – Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) fürchtet, dass Teile der Rettungsleistungen für Pflegeeinrichtungen erst dann fließen sollen, wenn die Träger ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Dies ergebe sich aus neuesten Veröffentlichungen des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), der auch die Pflegekassen vertritt.

„Dies ist angesichts der hohen Belastungssituation in unseren Altenheimen eine fatale Entwicklung und das vollkommen falsche Signal an unsere Pflegekräfte“, sagte BRK-Präsident Theo Zellner unserer Zeitung. Die Schutzschirm-Leistungen für den Mehraufwand und die Mindererträge in der Altenpflege müssten unabhängig von Kurzarbeit geleistet werden. „Wir schicken keine Pflegekräfte in Kurzarbeit, wenn wir in einigen Wochen den Personalmangel in der Pflege wieder mit voller Wucht spüren“, sagte Zellner weiter. Pflegekräfte seien „Mutmacher in der Krise“ und hätten die Unterstützung der gesamten Gesellschaft verdient.

Die Pflegekassen haben im März umfassende finanzielle Unterstützung für Heime und Pflegedienste in der Corona-Krise zugesagt.  hor

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