R-Wert deutlich unter 1

von Redaktion

Wichtige Kennziffer zur Bewertung der Dynamik sinkt auf 0,81

München – Die Reproduktionszahl, eine der wichtigsten Kennziffern zur Beurteilung der Dynamik der Corona-Pandemie, ist wieder deutlich unter 1 gesunken. Die Zahl – kurz: R-Wert – lag nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) von gestern bei 0,81. Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet das Infektionsgeschehen in den vorangegangenen etwa eineinhalb Wochen ab.

Zuletzt war er stetig gestiegen und lag am Sonntag bei 1,13. Die Marke von 1 gilt als bedeutsam: Liegt die Zahl dauerhaft darüber, breitet sich eine Krankheit aus. Je höher sie steigt, desto schneller verläuft der Trend. In München lag der Wert gestern bei 1,04.

In den Debatten um Lockerungen der Beschränkungen gilt der R-Wert als ein Gradmesser. Das RKI weist allerdings seit Wochen darauf hin, dass die Bedeutung des Wertes und vor allem geringe zwischenzeitliche Schwankungen nicht überbewertet werden sollten. Je niedriger die Zahl der Neuinfektionen, desto stärker können bereits örtliche Ausbrüche – zum Beispiel zuletzt in Schlachthöfen – den Wert kurzfristig beeinflussen.

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