München – Schritt für Schritt kehrt die Republik zur Normalität zurück. Doch die Corona-Pandemie hat und wird weiterhin ihre Spuren hinterlassen. München hat nun erste Zahlen über die Auswirkungen der Corona-Maßnahmen in der Landeshauptstadt veröffentlicht. Demnach sank die Zahl der Gewerbeanmeldungen im April 2020 gegenüber April 2019 von 1583 auf 831. Der Gesamtumsatz des verarbeitenden Gewerbes ging von 3,35 Milliarden auf 2,82 Milliarden Euro zurück. Eine Kennziffer, die wohl im April und Mai noch deutlicher in den Keller rasseln dürfte. Diese Zahlen liegen aber noch nicht vor.
Die gesamte Gastronomie musste bekanntlich Mitte März schließen. So reduzierte sich die Zahl der Gästeankünfte in diesem Monat in München von 644 000 auf 220 000, die Übernachtungen gingen von 1,3 Millionen auf 503 000 zurück. Auf Hauptverkehrsadern wie der Landshuter Allee waren Ende März nur etwa 65 Prozent der üblichen Kfz-Zahlen zu verzeichnen. Im öffentlichen Nahverkehr lag das Fahrgastaufkommen sogar zeitweise nur bei 20 Prozent des Normalniveaus. Diese Zahlen hatten die Münchner Verkehrsgesellschaft und Deutsche Bahn bereits vor einiger Zeit öffentlich gemacht. Ein weiterer Nebeneffekt des Shutdowns: Die Zahl der Straßenverkehrsunfälle sank im März auf 2800. In den beiden Vorjahren registrierte die Polizei noch jeweils rund 4000 Unfälle.
Ob sich die Anzahl der Todesfälle während der Corona-Krise in München erhöht hat, ist noch nicht eindeutig feststellbar. Im April war es jedenfalls so. Da starben 1178 Menschen. 2019 waren es 818 in diesem Monat. kv