Innsbruck/Kufstein – Ein in Deutschland wegen Mordes an einer Joggerin bereits mit lebenslanger Haft bestrafter Lkw-Fahrer (43) ist in Österreich wegen eines anderen Mordes verurteilt worden. Das Landgericht Innsbruck sah es gestern als erwiesen an, dass der 43-Jährige 2014 eine französische Austauschstudentin in Kufstein umgebracht hat. Da bereits die Höchststrafe verhängt wurde, folgte kein zusätzliches Strafmaß durch die österreichische Justiz. Der Mann hatte die Tat bestritten.
Die Verteidigerin zweifelte zum Prozessauftakt an der Aussagekraft von nicht vollständigen DNA-Spuren, die bei beiden Leichen sichergestellt worden seien.
Diese DNA-Merkmale könnten auf 158000 Menschen zutreffen. Dagegen erklärte der Staatsanwalt, GPS-Daten des Lastwagens des Verdächtigen und die DNA-Spuren belegten dessen Schuld. Zudem habe der Angeklagte die Tat an der Französin vor einem Psychiater indirekt gestanden.
Die Studentin aus Lyon war im Januar 2014 durch Schläge auf den Kopf in Kufstein getötet worden, was die gesamte Region in Angst und Schrecken versetzt hatte. Ihre Leiche wurde am Inn-Ufer entdeckt. Die Tatwaffe, eine Hubstange, wie sie beispielsweise zum Anheben eines Lkw-Führerhauses genutzt wird, wurde im Fluss gefunden.
Der Lkw-Fahrer war 2017 in Deutschland nach dem Mord an der 27-jährigen Joggerin im baden-württembergischen Endingen verhaftet und zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. dpa