CSU-Unmut über Spahn

von Redaktion

Kritik an Tests „schwer nachvollziehbar“

München/Berlin – Es knirscht laut zwischen der CSU-Spitze und Jens Spahn. Der Bundesgesundheitsminister kritisiert öffentlich die Pläne in Bayern, kostenlose Corona-Tests für jeden anzubieten. „Es wiegt in falscher Sicherheit, erhöht das Risiko falsch-positiver Ergebnisse und belastet die vorhandene Testkapazität“, twitterte der CDU-Politiker. Bei der CSU sorgt das für Unmut.

Er könne nur „dringend raten, dass wir in Deutschland nicht nachlassen“, sagte Ministerpräsident Markus Söder. Er wolle nicht auf „endlose Gespräche zwischen Kostenträgern warten – wir machen das jetzt“. Schnellere Tests in NRW hätten dort viele Infektionen verhindern können. Auch CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer schaltete sich ein: „Wir halten die Einlassungen des Bundesgesundheitsministers für schwer nachvollziehbar.“

In Bayern sollen die Details der Tests heute beschlossen werden. Zunächst gebe es Serientests für das medizinische Personal sowie die Altenpflege und Behinderteneinrichtungen, sagte Söder. Dann werde dies auch Lehrern und Erziehern angeboten, um eine Ansteckungswelle nach den Ferien früh zu erkennen. Wie viele Bayern sich ohne Symptome testen lassen, ist offen. Die SPD rechnet mit bis zu zehn Millionen, die Regierung mit weit weniger.  cd

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