Starnberg: Jetzt 44 Corona-Fälle

von Redaktion

Caterer muss schließen – Essens-Engpass im Klinikum Großhadern

München/Gilching – Der Corona-Ausbruch bei dem Gilchinger Catering-Unternehmen Apetito weitet sich aus. Wie das zuständige Landratsamt Starnberg am Montagabend mitteilte, wurden insgesamt 44 von 100 Mitarbeitern positiv auf das Virus getestet. Am Sonntag war noch von zehn Infizierten die Rede. Bei ihnen handelt es sich um Asylbewerber aus der Gemeinschaftsunterkunft Hechendorf, die für Apetito arbeiten.

Schon am Samstag hatte das Landratsamt Starnberg die Schließung der Betriebsstätte in Gilching angeordnet und alle Mitarbeiter der Firma in häusliche Quarantäne geschickt. Die Suche nach möglichen Kontaktpersonen laufe derzeit „auf Hochtouren“, hieß es in einer Mitteilung.

Das Unternehmen vorsorgt auch Patienten und Mitarbeiter des Klinikums Großhadern mit Mahlzeiten. Dort ist die Sorge groß. Das LMU-Klinikum bestätigt den Vorfall gegenüber unserer Zeitung: „Die Schließung betrifft die Speisenversorgung für Patienten und Mitarbeiter des LMU-Klinikums am Campus Großhadern und in den Kliniken am Campus Innenstadt“, sagt Sprecherin Isabel Hartmann. Insgesamt gehe es um 4800 Essen für Patienten sowie 1600 Essen für Mitarbeiter.

Eine alternative Belieferung des Klinikums sei gemeinsam mit dem Dienstleister organisiert worden, „sodass die Speisenversorgung von Patienten und Mitarbeitern durchgängig sichergestellt ist“. Patienten und Angehörige berichten jedoch von Unregelmäßigkeiten bei der Essensversorgung am Sonntagabend und Montagmorgen. Die Klinik bestätigt das nicht, sondern sagt, dass es aktuell nur Einschränkungen bei der Menüauswahl gibt.

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