Tönnies darf wieder schlachten

von Redaktion

Zwei Tests pro Woche – Länder lehnen Ausreisesperre ab

Rheda-Wiedenbrück – Der wegen des Corona-Ausbruchs geschlossene Tönnies-Fleischbetrieb in Westfalen darf die Schlachtung wieder aufnehmen. Die 600 Mitarbeitenden der Schlachtung und der Blutverarbeitung dürften das Werksgelände in Rheda-Wiedenbrück betreten und ihre Arbeit schrittweise wieder aufnehmen, wie die Stadt mitteilte. Grundlage sei das wesentlich ergänzte Hygienekonzept. Ein Abstand von 1,5 Metern sowie stetiger Luftaustausch seien gewährleistet. Alle Produktionsbeschäftigten würden zweimal wöchentlich getestet.

Unterdessen gibt es weiter eine bundesweite Debatte über mögliche lokale Ausreisesperren in Regionen mit einem starken Corona-Ausbruch. Für Sachsen könne er das „nahezu ausschließen“, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) zeigte sich skeptisch. Niedersachsen ist strikt dagegen. Berlins Regierung sieht lokale Ausreiseverbote zwar als sinnvoll an, hält sie in der Stadt aber für schwer umsetzbar. Heute wollen Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) und die Chefs der Staatskanzleien der Länder weiter darüber beraten.

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