Bayern schnürt Digital-Paket

von Redaktion

Extra-Millionen für Videoplattform, Leihgeräte und IT-Stellen

München – Mit einer knappen halben Milliarde Euro zusätzlich will die bayerische Staatsregierung die Digitalisierung an den Schulen vorantreiben. Das verkündete Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gestern nach einem Spitzengespräch in der Münchner Staatskanzlei mit Vertretern von Schülern, Lehrern und Kommunen. Insgesamt sollen damit rund zwei Milliarden Euro aus Bundes- und Landesmitteln bis zum Jahr 2024 in die Digitalisierung der Schulen fließen.

Söder kündigte unter anderem eine neue Schul-Videoplattform („Bayern-Cloud“) an. Weiter sollen 250 000 Leihgeräte wie Tablets oder Notebooks für Schüler sowie 20 000 Geräte für Lehrer beschafft werden. Zudem sind zahlreiche neue Stellen für IT-Administratoren und für die Aus- und Fortbildung der Lehrer geplant. Als Ziel für den Herbst bekräftigten Söder und Kultusminister Michael Piazolo (FW), es solle möglichst wieder regulären Unterricht geben, mit Hygienekonzepten, mehr Corona-Tests, mehr Lehrkräften – und mit mehr Digitalisierung. Die Opposition nannte die Investitionen überfällig und mahnte zu mehr Tempo.

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