CSU: K-Frage „deutlich später“

von Redaktion

Spahn hält an Unterstützung für Laschet als CDU-Chef fest

München – Die CSU will die Frage der Kanzlerkandidatur erst mit deutlichem Abstand zu den Parteitagen der Unionsparteien klären. Beide finden im Dezember statt, die CDU will dabei einen neuen Vorsitzenden wählen. „Zu einem deutlich späteren Zeitpunkt werden wir dann darüber befinden, mit welcher Aufstellung wir in den Bundestagswahlkampf ziehen“, sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume der „Welt am Sonntag“.

Als Grund nannte er die Corona-Krise: „Corona ist nicht vorbei, wir werden durch einen schwierigen Herbst und Winter gehen. Die eigentliche Farce wäre, wenn wir uns zur Unzeit Gedanken machen würden über eine Aufstellung, die erst im Herbst des nächsten Jahres zur Abstimmung steht.“ CSU-Chef Markus Söder hatte bislang erklärt, die K-Frage werde voraussichtlich im Januar nach der Wahl des neuen CDU-Chefs entschieden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bekräftigte seinen Entschluss, nicht als Vorsitzender zu kandidieren. Es sei eine „bewusste Entscheidung“ gewesen, NRW-Ministerpräsident Armin Laschet zu unterstützen, und dies gelte „weiterhin“, sagte er im Deutschlandfunk.

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