München – Der Vorschlag von Gesundheitsministerin Melanie Huml, Party-Hotspots mit strengeren Regeln wie etwa einem Alkoholverbot zu entschärfen, stößt in der Landeshauptstadt auf wenig Gegenliebe. Die Münchner Rathaus-Regierung aus Grünen und SPD lehnt ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen wie dem Gärtnerplatz oder an der Isar ab. Auch die CSU als größte Oppositionspartei ist skeptisch. „Ein Alkoholverbot würde nur dafür sorgen, dass die Feiernden ein paar Straßen weiter ziehen und eben dort ihr Bier trinken. Damit würden wir das Problem verlagern, aber nicht lösen“, sagte Bürgermeisterin Katrin Habenschaden (Grüne). Ihr Appell an die Feiernden: „Haltet Abstand!“
CSU-Fraktionschef Manuel Pretzl erklärte auf Nachfrage: „Die Umsetzung eines Alkoholverbots wäre sicher schwierig.“ Wichtig seien deeskalierende Lösungen.
Im Landtag stellte sich die FDP gegen die Pläne der Staatsregierung. Man brauche „Augenmaß, nicht Aktionismus“, sagte Fraktionschef Martin Hagen. „Die Gesellschaft braucht Ventile, sonst wird der Druck im Kessel irgendwann zu groß.“ kv/cd