Teststationen neu aufgestellt

von Redaktion

Noch immer fehlen Ergebnisse – Hunderte Fälle vom Westbalkan

München – Stabwechsel bei den Corona-Teststellen für Reise-rückkehrer: Die weit über 200 Ehrenamtlichen vom Bayerischen Roten Kreuz haben am Montag die Station Donautal-Ost (A3) und am Dienstag Inntal-Ost (A93) an einen privaten Dienstleister übergeben.

Gut 60 000 Rückkehrer wurden bisher untersucht. Brisant sind vor allem die Ergebnisse der bisher 17 000 Tests an der A3. Hier waren 2,4 Prozent (400 Fälle) positiv, weit mehr als am Flughafen (knapp 1 Prozent) und im Schnitt aller Grenzstationen (1,5). Das liege „mutmaßlich darin begründet, dass die Teststation in höherem Maße von Einreisenden aus Westbalkan-Staaten genutzt wird“, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) unserer Zeitung. „Das zeigt: Bayerns konsequente Test-Strategie ist der richtige Weg, um die Pandemie einzudämmen.“

Der Ärger um fehlende Test-Ergebnisse bei den Rückkehrern ist noch nicht beigelegt. Das Ausmaß wird in Münchner Koalitionskreisen eher hoch eingeschätzt. Allein der ärztliche Bereitschaftsdienst und das BRK, beide nicht zuständig, berichten von täglich mehreren hundert Rückfragen: „Unsere Leitungen glühen.“ Am Flughafen München wird behauptet, es gehe hier nur um unter 100 Fälle.  cd/mbe/ta

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