Lüftungsanlage ist Virus-Falle

von Redaktion

Virologe Streeck untersuchte Hotspot: Nähe zur Zuluft zählt

Bonn – Sind Lüftungsanlagen in Gebäuden schuld an der raschen Ausbreitung des Corona-Virus? Der Virologe Hendrik Streeck hat einen der ersten deutschen Corona-Hotspots genauer untersucht: eine Karnevalssitzung im nordrhein-westfälischen Heinsberg im Februar. Streeck ist überzeugt: Die Belüftungsanlage der Veranstaltungshalle war für die rasche Ausbreitung des Virus verantwortlich. „Wir sehen einen Zusammenhang mit den Lüftungsanlagen“, sagte Streeck bei „stern TV“.

„Wer näher an einer Zuluft-Anlage gesessen hat, hat sich eher infiziert als jemand, der bei der Abluft gesessen hat“, so Streeck. In Fällen, wo viele Menschen aufeinanderträfen, gemeinsam feierten und schlechte Luft herrsche, spielten Aerosole eine wichtige Rolle. Fast 44 Prozent aller damals Anwesenden hätten sich so infiziert, so der Virologe. Laut Streeck war die Karnevalsparty das „allererste Superspreader-Event in Deutschland. Ein Ursprung der Pandemie.“

Der Bonner Virologe leitet eine weitere Studie zum Kreis Heinsberg. Dabei geht es um die Frage, ob einmal infizierte Menschen gegen erneute Covid-Infektionen immun sind.

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