München – Im Freistaat gibt es nach Angaben der Landesregierung so viele Studenten wie noch nie: Für das anstehende Wintersemester unter Corona-Bedingungen haben sich etwa 403 000 Menschen an bayerischen Universitäten und Hochschulen eingeschrieben. Das seien gut 9000 mehr als im Vorjahr, teilte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) mit. „Das unterstreicht, dass der Studienstandort Bayern attraktiv ist.“ Auch die Zahl der Erstsemester sei mit mehr als 67 700 gestiegen.
Die Vorlesungszeit an den Universitäten hat wegen der Corona-Krise – anders als an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technischen Hochschulen – nicht schon am 1. Oktober begonnen, sondern startet erst in der kommenden Woche. Die Studierenden erwarte eine Mischung aus Online- und Präsenzlehre, sagte Sibler: „Es bleibt beim berühmten Spagat zwischen Präsenz und Vorsichtsmaßnahmen.“ Auf das Semester unter neuen Bedingungen seien Bayerns Universitäten und Hochschulen dennoch bestmöglich vorbereitet.
Für Präsenz-Lehrveranstaltungen gilt eine Obergrenze von maximal 200 Personen – unter Berücksichtigung des Mindestabstandes von 1,50 Metern. Wie eine Umfrage unter den zehn Universitäten ergab, gibt es allerdings kaum Räume, die diese Zahl an Studierenden unter Einhaltung des Mindestabstands aufnehmen können. So kann der größte Hörsaal der Ludwig-Maximilians-Universität wegen der Notwendigkeit, Abstand zu halten, nur zu einem Zehntel belegt werden. Am Garchinger Campus der TU München werden die Studenten in drei Zelten unterrichtet. dw/dpa