München – Ein abgespecktes Oktoberfest mit Einlassbeschränkungen oder halb so vielen Tischen wird es laut Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) 2021 nicht geben. „Ich kann mir keine Wiesn light vorstellen oder eine Wiesn, bei der ich Abstände einhalten soll“, sagt der Rathauschef unserer Zeitung. „Da kann ich gleich eine Wiesn mit Alkoholverbot machen. Denn erfahrungsgemäß halten sich Menschen nach drei Mass Bier nicht mehr an Abstände. Eine Wiesn light wird’s nicht geben.“ Eine solche abgespeckte Version würde zudem das Image und die Einmaligkeit des Oktoberfestes dauerhaft beschädigen, die ganze Wiesn zerstören. Da sei er sich mit Wirten, Brauereien und Schaustellern einig.
Wegen der Corona-Pandemie war das Oktoberfest im vergangenen Jahr abgesagt worden. Ob es 2021 eine Wiesn gibt, ist offen. Die Entscheidung müsse aber spätestens im Juni fallen. „Ich habe schon mit den Wirten und den Brauereien gesprochen“, sagt Reiter. „Sie gehen von einer Deadline im Juni für den Entscheidungszeitpunkt aus. Das halte ich für sinnvoll.“
Zu diesem Zeitpunkt werde dann auch die Entscheidung fallen, ob die Internationale Automobilausstellung vom 7. bis 12. September stattfinden könne. Wiesn und IAA müsse man im engen Zusammenhang bewerten. „Wir können nicht die eine Veranstaltung absagen, und die andere stattfinden lassen“, sagte Reiter.
Klar ist für den OB, dass Impfstoff in ausreichender Zahl und hoher Wirksamkeit Voraussetzung für die weitere Planung ist. „Ich hoffe auf eine Rückkehr zur Normalität ab dem zweiten Halbjahr.“ kv/ska