Österreich verschärft Grenz-Regeln

von Redaktion

Zehn Tage Quarantäne ohne Ausnahme – Geldstrafen erhöht

Wien – Österreich verschärft aus Sorge vor Coronavirus-Mutationen die Einreiseregeln. Künftig müssten alle Einreisenden, für die keine Ausnahme gelte, beim Grenzübertritt einen negativen Corona-Test vorlegen. Obendrein sei eine zehntägige Quarantäne einzuhalten, ein Freitesten nach fünf Tagen nicht mehr möglich, sagte Innenminister Karl Nehammer.

Pendler müssten sich wie andere Einreisende auch nun online registrieren und einmal in der Woche einen negativen Corona-Test vorlegen. Seit Beginn der Grenzkontrollen im Dezember seien drei Millionen Menschen überprüft worden, 200 000 seien in Quarantäne geschickt worden.

Um möglichst jeden Grenzübertritt von Touristen zu verhindern, würden die Kontrollen in Skigebieten verstärkt, so der Innenminister. Hintergrund sind Fälle, dass sich Skitouristen als Arbeitssuchende ausgegeben hatten. Die Strafen für die Verstöße gegen die Hygieneregeln würden deutlich erhöht. Das Nichttragen von FFP2-Masken kostet nun 90 Euro. Gleichzeitig lockert Österreich jedoch die Corona-Beschränkungen im Handel und für Friseure. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) reagierte skeptisch – oft mache man in Wien „einen Schritt vor und zwei zurück“.

Artikel 7 von 11