Schirnding/Rosenheim – Ohne größere Staus sind am Sonntag die strengen Kontrollen an den Grenzen zu Tschechien und Österreich gestartet. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) verteidigte die strikten Einreisebeschränkungen auch gegen Kritik der EU-Kommission und des österreichischen Außenministeriums. Er warne davor, die Gefahr von Virusmutationen zu unterschätzen.
In den ersten zwölf Stunden nach Inkrafttreten wurden laut Polizei an den Grenzen zu Tschechien und Tirol mehr als 1700 Menschen kontrolliert und 530 Personen abgewiesen. Bis zum Sonntagnachmittag sei in mehr als 2200 Fällen Personen an beiden Grenzen die Einreise verweigert worden.
Die verschärften Regeln werden für bestimmte Berufspendler allerdings sofort gelockert. Demnach dürfen auch Pendler einreisen, die gebraucht werden, um die Funktionsfähigkeit ihrer Betriebe in systemrelevanten Branchen aufrecht zu erhalten. Sie müssen dafür in den kommenden Tagen ihren Arbeitsvertrag dabeihaben, bis Dienstag sollen die Länder Bayern und Sachsen Betriebe als systemrelevant definieren und individuelle Bescheinigungen ausstellen.