Söder legt ersten Stufenplan vor

von Redaktion

Nächster Schritt: Gärtnereien – Bald Lockerung der Kontaktlimits

München – In der Debatte um Lockerungen legt Ministerpräsident Markus Söder (CSU) überraschend einen Stufenplan vor. Falls die Inzidenzen niedrig blieben, könne man in rascher Folge viele Bereiche öffnen, machte Söder bei der virtuellen Aschermittwochskundgebung in Passau deutlich.

Am 1. März öffnen die Friseure in Bayern wieder. Söder sagte, der nächste Schritt seien Gärtnereien. Die Kontaktregeln sollen auf zwei ganze Haushalte erweitert werden. Dann könne der Einzelhandel folgen („vielleicht Mitte März“), zumindest nach Terminvereinbarung. Als weitere Öffnungsschritte nannte er Sport und Kultur. Für die Gastronomie sei die Lage noch schwierig, deutete Söder an. Er stellte klar, es werde keine neue Corona-Grenze unterhalb 35er-Inzidenz geben. Eine Prognose zur Hotellerie in den Osterferien vermied er. Gleichzeitig forderte Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger eine definitive Hotel-Öffnung bereits im April.

Söder hatte bisher keine konkreten Reihenfolgen für Lockerungen genannt – in der CSU wuchs deshalb der Druck. In Passau betonte Söder mehrfach, Öffnungen hingen an niedrigen Inzidenzen. Er mahnte weiterhin zu einem Kurs der Vorsicht. „Jedes andere Konzept ist gescheitert“, sagte er mit Blick auf die Corona-Politik in Schweden, Großbritannien und den USA. „Durchhalten, bitte. Es wird von Tag zu Tag besser.“ Gleichzeitig räumte er eigene Fehler ein. „Ich habe gelernt zu akzeptieren, dass nicht alles auf Knopfdruck geht.“

Geplant sind Beratungen der Ministerpräsidenten am 3. März. Mittelstandspolitiker von CDU/CSU bekräftigten, der Einzelhandel könne auch vorher öffnen.  cd

Artikel 1 von 11