München – Der Unmut in der Bevölkerung über die anhaltenden Corona-Beschränkungen wächst. Das ergab der von den bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken erstellte Heimatindex. In diesem Winter ist der Index, der auf einer Befragung von 2000 Menschen beruht, auf den Tiefstand von 56 Punkten gefallen, ein Rückgang gegenüber dem Sommer 2020 von acht Punkten. „Die Menschen sind von der anhaltenden Anti-Corona-Situation nicht nur ermüdet, sie sind regelrecht zermürbt“, folgert Jürgen Gros, Präsident des Genossenschaftsverbandes Bayern. Schon im Sommer hatte Corona den Bayern deutlich aufs Gemüt geschlagen. „Jetzt erleben wir einen Absturz.“ Am meisten schmerzten die Einschränkungen von Treffen mit Freunden und Familie. Dieser Teilindex büßte 24 Zähler ein.
Gros forderte von der Politik, gemeinsam mit Experten aus der Praxis kluge Konzepte für die nächsten Monate zu entwickeln. Gleiches verlangt der Bundesverband mittelständischer Wirtschaft in einem offenen Brief an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Es sei nun höchste Zeit, heißt es darin, „den Zustand der Ungewissheit geregelt zu beenden“.