München – Vor Ostern sollen fast alle Schüler wieder zurück ins Klassenzimmer kommen. Die Staatsregierung plant, flächendeckend in den Wechselunterricht zu schalten. Das soll mit Tests abgesichert werden. Die Ferien werden nicht verkürzt, die Maskenpflicht bleibt.
Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte an, dass ab 15. März alle Grundschulklassen und die Förderschulen in Präsenzunterricht zurückkehren, solange die Inzidenz landkreisweit unter 50 liegt. Zwischen 50 und 100 gibt es Wechselunterricht. An weiterführenden Schulen greift bei einer Inzidenz zwischen 0 und 100 das Wechselmodell, darüber wieder (außer in Abschlussklassen) das Distanzmodell.
Laut Söder kommen somit 90 Prozent der Schüler vor Ostern zurück in ihre (geteilte) Klasse. Die jeweilige Schulform wird eine Woche lang durchgehalten, auch wenn die Inzidenz die Werte durchbricht. Düster sieht es dabei weiter für die Hotspots im ostbayerischen Raum aus.
Geplant ist, Schüler über 15 Jahren wöchentlich mit vom Staat bezahlten Schnelltests zu untersuchen – freiwillig –, Lehrer zweimal wöchentlich. Schulminister Michael Piazolo (Freie Wähler) forderte die Lehrer auf, die Testangebote offensiver wahrzunehmen. Er verlangte zudem, dass alle Lehrer – nicht nur an Grundschulen – prioritär geimpft werden.
Ansonsten schließt sich Bayern den Öffnungsbeschlüssen des Bundes deckungsgleich an. Am Montag öffnen damit in weiten Teilen Oberbayerns alle Geschäfte und Museen. Söder deutete Zurückhaltung an. „Ob Osterurlaub oder Oster-Lockdown – das hängt jetzt von jedem Einzelnen ab.“ cd