München – Zum Start der neuen Corona-Regeln ergibt sich heute für Oberbayern ein höchst unterschiedliches Bild. Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen lag der Inzidenzwert gestern unter 35. Damit dürfen heute nicht nur die Geschäfte öffnen, es sind sogar Treffen von bis zu zehn Menschen aus drei Haushalten möglich. Dagegen haben in der Stadt Rosenheim und im Kreis Altötting mit einer Inzidenz von über 100 die bisherigen harte Lockdown-Regeln Bestand.
In München stieg der Inzidenzwert am Sonntag auf 52,1. Damit darf der Einzelhandel zwar öffnen, allerdings können Kunden nur nach vorheriger Terminabsprache die Geschäfte betreten. Unter Händlern besteht Unmut, weil die Regelung Planungen extrem erschwert – am Samstag hatte der Münchner Wert noch unter der kritischen 50 gelegen. Künftig ändern sich frühestens am fünften Tag einer Inzidenz über 100 oder unter 50 die Bestimmungen.
In etlichen oberbayerischen Kreisen dürfen heute die Geschäfte normal öffnen. Da-chau, Ebersberg, Erding, Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis München und Starnberg meldeten eine Inzidenz zwischen 35 und 50. Einige von ihnen liegen aber dicht an der Grenze zu 50. Für Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sind die Inzidenz-Regelungen ohnehin nur eine vorübergehende Lösung: „Ich hoffe, dass die Ministerpräsidenten sich möglichst bald darauf einigen, den Einzelhandel mit FFP2-Masken generell zu öffnen wie den Lebensmittelverkauf. Der war immer geöffnet und es gibt keine Hinweise auf Ansteckungen, die Zahl der positiv Getesteten im Handel ist unterdurchschnittlich.“ mik