München – Neben den Virusmutationen dämpft eine weitere Gefahr die Hoffnungen auf eine rasche Rückkehr zur Normalität: Der Pollenflug könne –gerade im Frühjahr – das Risiko einer Corona-Infektion stark erhöhen, mitunter um mehr als 20 Prozent. Das geht aus einer großen Studie unter der Federführung Münchner Wissenschaftler hervor, die jetzt in einem renommierten Fachmagazin veröffentlicht worden ist.
„Nicht nur persönliche Faktoren spielen eine Rolle, sondern auch Umweltfaktoren“, sagte Claudia Traidl-Hoffmann, Professorin für Umweltmedizin an der TU München, gestern bei der Präsentation der Ergebnisse. Der Hintergrund des erhöhten Risikos: Wenn man eine große Menge an Pollen einatmet, wird die Immunabwehr geschwächt. „Die Pollen machen uns empfänglicher für virale Infektionen“, erläuterte Traidl-Hoffmann. Davon seien neben Allergikern auch Menschen betroffen, die nicht unter Heuschnupfen leiden.
In Bayern hat der Pollenflug bereits begonnen. Nach einer Studie der TU München werden Pollen über hunderte Kilometer durch die Luft transportiert. Das erschwere die Vorhersage. dop/bez