Mehr Ehrgeiz beim Klima

von Redaktion

US-Gesandter Kerry: „Paris allein reicht nicht“

Brüssel – Der neue US-Klimabeauftragte John Kerry fordert ehrgeizigere Zusagen für den Klimaschutz als im Pariser Abkommen von 2015. „Paris allein reicht nicht, um diese Aufgabe zu schaffen“, sagte der frühere Außenminister am Dienstag bei seinem ersten Besuch in neuer Rolle in Brüssel. Die Weltklimakonferenz in Glasgow im Herbst sei die „letzte beste Chance“, auf dem Pariser Abkommen aufzubauen.

In der französischen Hauptstadt hatten mehr als 190 Staaten vereinbart, die globale Erwärmung bei unter zwei Grad zu stoppen, möglichst bei nur 1,5 Grad. Die konkreten Zusagen der Regierungen reichen dafür aber bisher nicht – vielmehr steuert die Erde auf mehr als drei Grad Erwärmung zu, jeweils gemessen an der Zeit vor der Industrialisierung.

EU-Kommissionsvize Frans Timmermans sagte: „Ich bin absolut überzeugt, dass die Vereinigten Staaten und Europa zusammen Berge versetzen können.“ Auch Kerry sprach vom Schulterschluss mit Europa. Der Kampf gegen den Klimawandel werde Billionen kosten und sei doch billiger für die Bürger als Nichtstun. „Dies ist der Moment, zusammenzukommen und die Aufgabe zu erledigen“, sagte der frühere Außenminister. Wichtige Technologien gebe es schon, andere würden mit Hochdruck entwickelt.

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