München – In der Union spitzt sich das Rennen um die Kanzlerkandidatur zu. Man wolle bald nach Ostern entscheiden, verlautete aus CDU und CSU nach ihren Vorstandssitzungen. CDU-Chef Armin Laschet deutete seine Ambitionen an. Auf Nachfrage sagte er vor Journalisten, ein Kanzlerkandidat könne bis zum Wahltag Ministerpräsident bleiben, „das wird auch in diesem Wahljahr 2021 so für mich gelten“.
Intern verlangte Laschet von der CDU Geschlossenheit nach den Wahlniederlagen: „Wir müssen kämpfen.“ CSU-Chef Markus Söder erhöhte den Druck auf die Schwesterpartei. Die Ergebnisse in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz seien „ein schwerer Schlag in das Herz der Union“, sagte er in München. Ausschlaggebend seien Fehler in der Corona-Politik, vor allem beim Impfen und den staatlichen Hilfen.
In der Union wächst die Sorge, im Herbst von einer Ampel-Koalition aus Grünen, FDP und SPD abgelöst zu werden. Grünen-Chef Robert Habeck sagte, es sei „absurd zu früh“, sich jetzt auf eine Konstellation für den Bund festzulegen. In einer neuen Insa-Umfrage für „Bild“ sank die Union auf 29,5 Prozent. Es folgen Grüne und SPD (je 17), AfD (11,5), FDP (10,5) und Linke (8 Prozent). cd