GEW will Abi ausfallen lassen

von Redaktion

Lehrerverbände lehnen das Streichen von Prüfungen ab

München – Ein Vorstoß der Bildungsgewerkschaft GEW, die Abiturprüfungen in diesem Jahr ausfallen zu lassen, sorgt bei Lehrerverbänden für Kritik. Die GEW hatte gestern angeregt, die Prüfungen notfalls zu streichen und stattdessen lediglich die Leistungen aus dem Unterricht zu bewerten.

Lehrerverbände erteilen dem Vorschlag eine Absage: Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes (DLV), Hans-Peter Meidinger, erklärte, dass in einem Bundesland die Prüfungen abgeschlossen und in anderen Ländern bereits am Laufen seien. „Zudem würden dem betroffenen Abschlussjahrgang wegen fehlender Prüfungen auf den Abschlusszeugnissen ein unsichtbarer dauerhafter Negativstempel als Corona-Jahrgang verpasst“, kritisierte Meidinger.

Auch Simone Fleischmann, Vorsitzende des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), lehnt die Streichung von Abschlussprüfungen ab. „Wir brauchen faire Bedingungen für alle Abschlussklassen, dieser Jahrgang darf auf keinen Fall ein verlorener sein“, sagt sie. Die Schüler hätten sich bemüht und vorbereitet, „sie haben einen ordentlichen Abschluss verdient“. kb/dpa

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