Gleiche Corona-Regeln für alle

von Redaktion

Bund und Länder wollen Gesetz nachschärfen – MPK fällt aus

Berlin – Bund und Länder streben gemeinsam eine stärkere Vereinheitlichung der Corona-Schutzmaßnahmen an. Dafür wollen sie nach Regierungsangaben das Infektionsschutzgesetz so nachschärfen, dass künftig beim Überschreiten des Inzidenzwerts 100 in Landkreisen bundesweit einheitliche Verschärfungen der Auflagen in Kraft treten. Sollte die geplante Neuregelung umgesetzt werden, würde der Bund künftig mehr Befugnisse in der Pandemiebekämpfung bekommen, die bislang im Wesentlichen Sache der Länder ist.

Geplant sind laut Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) unter anderem bundesweit einheitliche Notbremsen-Regelungen zu nächtlichen Ausgangssperren, Schulschließungen und Ladenschließungen. Die Vorgaben sollen automatisch greifen, wenn der Inzidenzwert in einem Landkreis über 100 steigt.

Die Neuregelung soll schnell umgesetzt werden. Bereits am Dienstag soll das Bundeskabinett die Vorlage verabschieden, dafür wurde die Kabinettssitzung um einen Tag vorgezogen. Die für Montag angesetzte Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wurde abgesagt.

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