Merz stellt sich hinter Laschet

von Redaktion

Stoiber mahnt zur Einigung – Fraktionstreffen am Sonntag

München – In der Union spitzt sich die Debatte um die K-Frage zu. Während aus der CDU Rufe nach CSU-Chef Markus Söder kommen, stellt sich Wirtschaftsexperte Friedrich Merz klar hinter Armin Laschet, dem er im Rennen um den CDU-Vorsitz unterlegen war. „Die CDU kann sich den Kanzlerkandidaten eigentlich nicht nehmen lassen“, sagte Merz unserer Zeitung. Eine Kandidatur Söders dagegen hätte „erhebliche Folgen“ für das Verhältnis zwischen CDU und CSU. „Es kann in der gegenwärtigen Lage eigentlich auch nicht im Interesse der CSU liegen, den Kanzlerkandidaten zu stellen.“

Auch vom CSU-Ehrenvorsitzenden Edmund Stoiber bekam Laschet Lob: „Es ist ihm gelungen, die CDU zu einen. Man darf nicht vergessen: Vorangegangen war ein monatelanger Wettstreit mit dem starken Friedrich Merz und dem ebenfalls sehr erfahrenen Norbert Röttgen.“ Jetzt hätten sich alle eingereiht.

Stoiber appellierte im Interview mit unserer Zeitung an die beiden Kontrahenten, sich einvernehmlich zu einigen. „Alternativ müsste die Fraktion entscheiden, was konfrontativer wäre.“ Wie gestern Abend bekannt wurde fordern bereits rund 50 CDU-Abgeordnete ein Mitspracherecht der Bundestagsfraktion. Besonders wichtig sei, so Stoiber, dass beide nach der Entscheidung Hand in Hand arbeiten, „Sonst stellen die Grünen den nächsten Kanzler.“ Die schlechten Umfragewerte der Union betrachtet Stoiber mit großer Sorge.

Am Sonntag präsentieren sich Söder und Laschet vor der Spitze der Unionsfraktion bei einer Klausur. Die Leitfrage passt zum Thema: „Wie gestalten wir die Zukunft?“  mik

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