München – Hotels und Ferienwohnungen dürfen zum Start der Pfingstferien in weiten Teilen Bayerns wieder öffnen. Wo die Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 liegt, also die „Bundes-Notbremse“ nicht gilt, soll ab Freitag, 21. Mai, wieder Tourismus möglich sein. Das hat das Kabinett in München beschlossen.
Bisher liegen nur 19 Städte und Landkreise in Bayern unter der 100er-Grenze, das sind rund 15 Prozent. Die bundesweit sinkenden Zahlen machen Hoffnung, dass bis zu den Ferien mehr Regionen dabei sind. „Wir müssen unter die 100 kommen, auf breiter Front“, appellierte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler).
Die Öffnung betrifft Hotels, Ferienhäuser und -wohnungen sowie Campingplätze. Wie viele Tage zuvor die Region unter 100 liegen muss, soll in den nächsten Tagen in der neuen Infektionsschutzverordnung des Freistaats ausformuliert werden. Die Staatsregierung deutete an, das möglichst großzügig auszulegen. Für die Betriebe werden strenge Hygienekonzepte verlangt mit Terminpflicht, negativen Tests von Personal und Besuchern.
Die Öffnung erfolgt unter dem Druck des Nachbarlands Österreich, das Mitte Mai den Tourismus wieder ermöglicht. Aiwanger bat, Urlaub nun in Bayern zu planen und nicht in anderen Ländern zu buchen.
Bei der Gastronomie sind ebenfalls Öffnungen bei Inzidenzen unter 100 vorgesehen – bereits ab Montag in den Außenbereichen. Auch hier gelten Termin- und Testpflichten. Kunden, die vor mindestens 14 Tagen zum zweiten Mal geimpft wurden, sind ab sofort von Testpflichten ausgenommen, ebenso Genesene. cd