Schüler sind Internet-gläubig

von Redaktion

Studie: Jeder Zweite verwechselt Fakt und Meinung

Berlin – Weniger als die Hälfte der 15-Jährigen in Deutschland kann nach OECD-Angaben in Texten Fakten von Meinungen unterscheiden. Das geht aus einer Sonderauswertung der Pisa-Studie von 2018 hervor. 45 Prozent der Schüler konnten demnach einordnen, was in Texten Fakt oder Meinung ist. Im „strategischen“ Umgang mit dem Internet zeigten sich deutsche Schüler nach Angaben von OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher im Ländervergleich mittelmäßig fit. „Wenn Schüler früher eine Frage hatten, konnten sie die Antwort im Lexikon nachschlagen“, sagte er. „Im 21. Jahrhundert finden wir bei Google tausende konkurrierende Antworten“. Schülerinnen und Schüler aus China, Japan oder Singapur könnten damit besser umgehen als etwa deutsche Schüler. Diese Kompetenz wird laut OECD an Schulen noch immer zu wenig vermittelt.

Die Studie zeigt auch, dass das Lesen von Büchern auf Papier mit besseren Leistungen beim Leseverständnis einhergeht. In den meisten Ländern führt auch die häufige Lektüre von Büchern auf digitalen Geräten zu besseren Leistungen, in Deutschland nicht. Woran das liegt, ist nicht erforscht.

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