München – Trotz Lockerungen dürfen nur in einem kleinen Teil Oberbayerns am Montag Biergärten, Kinos und Theater öffnen – in Stadt und Landkreis München wohl noch nicht. Berechtigt ist die Hoffnung nur in den Kreisen Starnberg, Landsberg und Garmisch-Partenkirchen, falls die Sieben-Tage-Inzidenz dort unter 100 bleibt.
Bedingung für die Öffnung ist eine Inzidenz, die exakt fünf Tage unter 100 bleibt, stellte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München klar. Dann folgt ein Puffertag für die Bekanntgabe, am siebten kann geöffnet werden. Die Stadt München unterschritt den Wert am Mittwoch erstmals, ebenso Erding und Fürstenfeldbruck. Für ein Öffnen am Montag bei Sommer-Temperaturen reicht dieser Zeitraum nicht – möglich wäre der erste Biergartenbesuch im Lauf der Woche, laut Vorhersage nasskalt. Steigt die Inzidenz vorher über 100, beginnt die Zählung neu.
Intern wird sondiert, ob sich eine Lücke findet für mehr Tempo. Doch Rechtsgrundlage sind die Regelungen von Bundesnotbremse und bayerischer Infektionsschutzverordnung. Das gilt auch für das Ende von Außengastronomie und Kultur: Liegt der Wert drei Tage in Folge über 100, müssen die Angebote am fünften Tag schließen. Für Wirte und Veranstalter bringt das große Unsicherheit beim Planen. Zumindest für den nächsten Öffnungsschritt – Tourismus ab 21. Mai – erwägt Bayern einfachere Regeln, damit früher Klarheit beim Buchen besteht. Der Ministerrat will sich am Montag damit befassen. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hofft, dass bis dahin ein großer Teil der Städte und Landkreise ohnehin klar unter 100 liegt. cd