Paris/Brüssel – Die EU hat nach den Worten von Industriekommissar Thierry Breton ihren Impfstoffvertrag mit dem Hersteller Astrazeneca nicht über Juni hinaus verlängert. Das sagte der Franzose am Sonntag. „Wir haben die Bestellung nicht über den Monat Juni hinaus erneuert“, sagte er auf eine Frage zu Astrazeneca. „Wir werden sehen. Wir schauen, was passiert.“ Breton äußerte sich jedoch positiv zur Qualität des Impfstoffs des britisch-schwedischen Herstellers. „Das ist ein guter Impfstoff“, sagte er. In Frankreich gibt es in der Bevölkerung Vorbehalte gegen den Impfstoff.
Die EU-Kommission teilte derweil mit, dass bis 2023 bis zu 1,8 Milliarden weitere Impfdosen von Pfizer/Biontech gekauft werden sollen. Damit sollen die 70 bis 80 Millionen Kinder in der EU gegen Covid-19 geschützt und Impfungen von Erwachsenen aufgefrischt werden. Nach dpa-Informationen hat das Geschäft ein Volumen von bis zu 35 Milliarden Euro und bedeutet Investitionen in Deutschland und Belgien. Offenbar liegt der vereinbarte Preis je Dosis in der Größenordnung, die Bulgariens Ministerpräsident kürzlich genannt hatte: etwa 19,50 Euro je Dosis.