Berlin – Die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland sollen trotz der Milliardenkosten der Pandemie vor steigenden Beiträgen bewahrt werden. Geplant sei, bei Bedarf den Steuerzuschuss so zu erhöhen, dass der durchschnittliche Zusatzbeitrag das heutige Niveau von 1,3 Prozent nicht übersteigt, hieß es aus Koalitionskreisen. Wie das „Handelsblatt“ berichtete, sieht eine Formulierungshilfe der Regierung für die Koalitionsabgeordneten vor, dass dafür ein „abweichender Bundeszuschuss“ greifen soll.
Die konkrete Höhe des Zusatzbeitrags legen die Kassen jeweils selbst fest. Im Schnitt war der Aufschlag auf den allgemeinen Satz bereits in diesem Jahr wegen der Corona-Krise um 0,2 Prozentpunkte gestiegen. Der Gesamtbeitrag umfasst den allgemeinen Satz von 14,6 Prozent und den kassenindividuellen Zusatz.
Bereits geplant war, dass die Krankenversicherung für 2022 einen zusätzlichen Zuschuss von sieben Milliarden Euro erhält und die Spritze für die Kassen je nach Bedarf vergrößert oder verkleinert werden kann. Finanz- und Gesundheitsministerium sollen dies mit Billigung des Bundestags bestimmen.