Baustoffe knapp und teuer

von Redaktion

Stillstand befürchtet – Preissteigerungen bis zu 50 Prozent

München – Die bayerische Bauwirtschaft hat volle Auftragsbücher. Doch auf immer mehr Baustellen wird Materialknappheit zum Problem. Ab dem Sommer, so erwartet man bei den Bayerischen Bauinnungen, könnte es zum Stillstand auf Baustellen kommen. Vereinzelt ist das heute schon der Fall. Wegen ausbleibendem Nachschub wird zum Beispiel die Sanierung der Trambahngleise an der Sonnenstraße mindestens zwei Wochen länger dauern.

Die Materialknappheit führt zu massiv steigenden Preisen für Baustoffe. Neben Bauholz, das binnen zwei Monaten um rund 20 Prozent teurer geworden ist, sind auch Dämmstoffe und Rohre betroffen. Hier gibt es Preissteigerungen um bis zu 50 Prozent. In vielen Fällen bleiben Baufirmen auf den Zusatzkosten sitzen, weil Festpreise vereinbart wurden, erklärt Bayerns Handwerkspräsident Franz Xaver Peteranderl unserer Zeitung.

Bislang läuft der Wohnungsbau in Bayern glänzend: 2020 gab es ein Rekordergebnis von 64 013 fertiggestellten Wohnungen. Lange Lieferzeiten und stark steigende Materialpreise könnten das Bautempo ins Stocken bringen, befürchten Experten.

Artikel 1 von 11