Waldkraiburg – Dank der schnellen Hilfe dreier Männer ist ein Bub am Mittwochnachmittag vor dem Ertrinken gerettet worden. Der Achtjährige war zuvor beim Spielen mit Freunden an der Bootseinlassstelle im Waldkraiburger Stadtteil St. Erasmus ins Wasser gefallen.
Weil Marco Schmid, Kilian Huber und Helmut Maier auf die Schnelle keinen Rettungsring sahen, behalfen sie sich anderweitig. Laute Schreie von Kindern hatten die Männer gehört, als sie mit Mäharbeiten am Innkanal beschäftigt waren. Sie reagierten sofort und sahen, dass eines der Kinder in den Innkanal gefallen war. Der Bub drohte in die Mitte des Kanals zu treiben und von dessen enormer Fließgeschwindigkeit sowie der hohen Sogwirkung erfasst zu werden.
Geistesgegenwärtig schnappte sich Marco Schmid ein temporäres Verkehrsschild von einer nahegelegenen Baustelle, und die Männer liefen zu dem Bub. Gleichzeitig hatte Kilian Huber den Notruf verständigt. Immer wieder geriet der Achtjährige unter Wasser, doch er schaffte es, das Verkehrsschild zu fassen, das ihm Marco Schmid ins Wasser hielt.
Helmut Maier zog den Jungen dann letztlich aus dem Wasser. Für Schmid ging alles ganz schnell: „Wir haben ihn gerade noch erwischt, bevor er ganz reingezogen wurde.“ Der Bub war unterkühlt und wurde dem Rettungsdienst übergeben.
Kurz nach der Rettung kam die Tante des Buben zum Unfallort an den Innkanal. Sie erlitt einen Schock und brach zusammen. Auch die Frau kam ins Krankenhaus. Wie die Polizei mitteilt, konnte der Achtjährige das Krankenhaus gestern bereits wieder verlassen.