CDU-Wahltriumph im Osten

von Redaktion

Sachsen-Anhalt: Union lässt AfD deutlich hinter sich – FDP zurück

München/Magdeburg – Die CDU ist nach überraschend deutlichen Zugewinnen weiterhin stärkste Kraft im Landtag von Sachsen-Anhalt. Die Partei von Ministerpräsident Reiner Haseloff holte bei der Landtagswahl am Sonntag laut Hochrechnungen rund 36 Prozent der Zweitstimmen und konnte sich somit im Vergleich zur Wahl 2016 um sechs Punkte verbessern. Die AfD, die einige Umfragen zuletzt in einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit der CDU gesehen hatten, verliert leicht und bleibt unter 23 Prozent. Die Linke verzeichnet die größten Verluste, bleibt aber mit knapp 11 Prozent drittstärkste Partei.

Verluste erlebt auch die SPD. Sie kommt nur auf acht Prozent. Ein schwarz-rotes Bündnis wäre damit wackelig bis unmöglich. Die Grünen konnten zulegen, jedoch nicht so stark wie erwartet. Sie verbesserten sich auf gut sechs Prozent.

Die bisherige schwarz-rot-grüne Koalition könnte ihre Arbeit fortsetzen. Haseloff wollte sich aber nicht auf ein „Kenia-Bündnis“ festlegen. „Die Koalition hat gut gearbeitet, wenn auch mit Ecken und Kanten“, sagte er. Man werde aber „mit allen demokratischen Parteien sprechen“. Eine Zusammenarbeit mit der AfD schloss Haseloff aus. Die „Abgrenzung nach rechts“ habe zum guten Ergebnis der CDU geführt. Neue Optionen eröffnet ihm die Rückkehr der FDP in den Landtag. Die Union hätte sowohl mit SPD und FDP als auch mit FDP und Grünen eine Mehrheit.

In der CDU wurde der Sieg als Erfolg des Bundesvorsitzenden Armin Laschet gewertet. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt nannte als zentrales Erkenntnis der Wahl, für die Grünen „wachsen die Bäume nicht in den Himmel“. sr

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