Genf – US-Präsident Joe Biden und der russische Staatschef Wladimir Putin haben sich bei ihrem Gipfel in Genf in einigen Punkten angenähert. So verständigten sie sich darauf, dass die USA und Russland wieder Gespräche zur Rüstungskontrolle aufnehmen. Man starte einen „bilateralen strategischen Stabilitätsdialog“, sagte Biden. Dieser gilt als Signal für die globale Sicherheit.
Zudem sollen nach Putins Worten die im Frühjahr abgezogenen Botschafter zurückkehren. Die russische Staatsagentur Tass meldete, dass Russlands Botschafter in den USA noch in diesem Monat an seinen Dienstort zurückkehren werde. Die Diplomaten waren im Frühjahr im Zuge wachsender Spannungen zwischen beiden Länder jeweils in ihre Heimat zurückgekehrt.
Biden nannte das Treffen „gut und positiv“, laut Putin verlief es „äußerst konstruktiv“. Biden und er hätten „eine gemeinsame Sprache“ gesprochen. Nach Angaben aus US-Delegationskreisen dauerte das Gespräch drei Stunden und 21 Minuten. Es war das erste Gipfeltreffen der Präsidenten der beiden größten Atommächte seit Bidens Amtsantritt im Januar.