Polizei räumt Straßenpartys

von Redaktion

Krawalle in Augsburg – München prüft schärfere Biergarten-Regeln

München – Randale und fliegende Flaschen: Am EM-Erfolgs-Wochenende haben nicht nur illegale Partys, sondern regelrechte Ausschreitungen die Polizei in Bayern beschäftigt. In Augsburg wurden Polizisten und Feiernde verletzt, als die Beamten nach dem Erfolg der deutschen Nationalmannschaft gegen Portugal eine Siegesfeier mit rund 1400 Menschen in der Innenstadt räumten. Auch in München räumte die Polizei einige Straßen im Uni-Viertel, auch dort flogen vereinzelt Flaschen.

Während die Münchner Polizei den Einsatz am Spieltag trotzdem relativ positiv bewertet, nämlich „ohne nennenswerte Vorkommnisse“, zeigte sich die Gewerkschaft der Polizei in Bayern entsetzt über die Randale in Augsburg. Der Landesvorsitzende Peter Pytlik sprach am Sonntag von „massiven Ausschreitungen“ und sagte, man sei „enttäuscht über die Gewaltausbrüche von Jugendlichen und jungen Menschen“.

Schon beim Public Viewing in den Biergärten wurden während des Spiels Corona-Regeln gebrochen: Die Fans standen oft dicht gedrängt, beim Jubel lag man sich in den Armen. Nun will das bayerische Gesundheitsministerium am Montag zusammen mit der Stadt München strengere Corona-Vorschriften für Public Viewing in Biergärten prüfen. Grundsätzlich liege es in der Verantwortung der Betreiber, dafür zu sorgen, dass die Biergärten nicht überfüllt sind, hieß es. Währenddessen plädierte die Dehoga für die Wiedereröffnung der Clubs und Diskos: Sie könnte Entspannung schaffen, für mehr Sicherheit sorgen und die Akzeptanz anderer Maßnahmen erhöhen.

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