Weiterhin Ärger um Luftfilter

von Redaktion

Staat erhöht Förderung – Gruppen-Tests für Grundschüler

München – In der Debatte um Luftfilter für jedes Klassenzimmer verzichtet der Freistaat auf Zwang oder eine Vorschrift. Stattdessen wird das bisher nicht flächendeckend erfolgreiche Förderprogramm auf 190 Millionen Euro aufgestockt, beschloss das Kabinett. Die Luftreiniger sollen die Virenlast in der Raumluft verringern und so die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus senken.

50 Prozent zahlt der Staat. Keiner der beteiligten Minister wollte eine Garantie abgeben, dass die Klassenzimmer im Herbst, anderthalb Jahre nach Beginn der Pandemie, ausgestattet sind. Die Landtags-SPD kritisierte das scharf. Auch die Kommunen als Sachaufwandsträger der Schulen äußerten sich skeptisch. Gemeindetagspräsident Uwe Brandl (CSU) nannte den Kauf von 120 000 Filter-Geräten bis September „nicht machbar“.

Die Corona-Tests für Schüler sollen im neuen Schuljahr bleiben. An Grund- und Förderschulen darf dann auf PCR-Pool-Tests („Lolly-Tests“) umgestellt werden. Hier werden Gruppen getestet und nur bei positivem Ergebnis alle Schüler einzeln. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern liegt aktuell bei 5,4.  cd

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