München – Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger fordert einen bundesweiten Freiheitstag von der Corona-Pandemie im Oktober. „Ich sehe dann den Punkt gekommen, wo man beim Einkaufen und im ÖPNV keine Masken mehr tragen muss“, sagte der Vorsitzende der Freien Wähler auf Nachfrage. Wer wolle, könne dies natürlich freiwillig tun.
„Der neu gewählte Bundestag muss in seiner ersten Sitzung den ,Freedom Day‘ noch im Oktober verkünden“, verlangte Aiwanger. „Wenn wir die Lage weiterhin im Griff haben, die Krankenhäuser nicht überlastet sind, darf der Bund die epidemische Lage von nationaler Tragweite nicht weiter aufrechthalten.“ Als „Notbremse“ könne jederzeit die 3G-Regel reaktiviert werden – mit Zugang nur für Geimpfte, Genesene und Getestete. Diese Regelung gilt in Bayern derzeit ab einer Inzidenz von mehr als 35. Diesen Wert bezeichnete Aiwanger als „viel zu hoch“. Statt bundesweiter müsse es künftig lokale Regelungen aufgrund des Infektionsgeschehens geben. Dann sei auch eine örtliche Maskenpflicht möglich.
Die CSU reagierte umgehend: Es gebe bereits einen Freiheitstag, erklärte Vize-Generalsekretär Florian Hahn. „Und zwar ganz individuell für jeden mit der eigenen Impfung!“ Aiwanger lehnt eine Impfung bislang ab.
In Bayern beträgt die Inzidenz der Ungeimpften inzwischen 158,75, die der Geimpften dagegen nur 11,27. mik