München – Bayerns Krankenhäuser sind bei der Übermittlung der Zahl der Corona-Patienten an die Gesundheitsämter derzeit auf das Faxgerät angewiesen. „Wir bedauern, dass die Krankenhäuser dafür noch auf das Fax zurückgreifen müssen“, bestätigte gestern ein Sprecher der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG) unserer Zeitung. Dies sei allerdings keine Entscheidung der Kliniken, sondern darin begründet, dass es bisher keine digitale Schnittstelle zu den Ämtern gebe. „Nach unserer Kenntnis wird aber von zuständiger Stelle bereits mit Hochdruck an einer digitalen Lösung gearbeitet“, sagte der BKG-Sprecher weiter. Das bayerische Gesundheitsministerium ließ eine Anfrage unserer Zeitung gestern bis Redaktionsschluss unbeantwortet.
In Bayern ist die Auslastung der Kliniken seit Anfang September der Maßstab für Corona-Verschärfungen. Sollten binnen sieben Tagen mehr als 1200 Corona-Patienten neu aufgenommen werden, hat die Staatsregierung Maßnahmen angekündigt. Wenn mehr als 600 Corona-Patienten auf Intensivstationen liegen, soll weiter verschärft werden. hor