200 Ortskräfte pro Woche

von Redaktion

Bund will Menschen aus Afghanistan holen

Berlin – Die Bundesregierung will in den nächsten Wochen offenbar hunderte afghanische Ortskräfte und Schutzbedürftige nach Deutschland holen. Das gehe aus einer internen Ankündigung des Innenministeriums hervor, berichtete der „Spiegel“ am Mittwoch. Es werde dem Auswärtigen Amt (AA) voraussichtlich möglich sein, in den kommenden zwei Monaten wöchentlich rund 200 Menschen über Pakistan auszufliegen, heißt es in dem Schreiben.

Alle betreffenden Menschen stünden entweder auf einer Liste für Ortskräfte oder auf der „Menschenrechtsliste“ – eine vom AA geführte Aufstellung von insgesamt tausenden besonders Schutzbedürftigen, die einen Bezug nach Deutschland haben. Sie setzten sich in Afghanistan beispielsweise besonders für die Demokratie ein.

Der „Spiegel“ berichtete weiter, vertrauliche Unterlagen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge zeigten, wie chaotisch die erste Evakuierungsphase abgelaufen sei. In einer Auflistung der Behörde sind demnach 2804 Menschen erfasst, die über die Luftbrücke nach Deutschland ausgeflogen wurden. Rund die Hälfte dieser Menschen hätten weder auf der Ortskräfte- noch auf der Menschenrechtsliste gestanden und also auch keine Aufnahmezusage gehabt. Wie die Menschen es trotzdem so zahlreich in die Flugzeuge schafften, sei unklar.

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