Weitere Rücktritte in der Union

von Redaktion

Altmaier und Kramp-Karrenbauer hören auf – Gegenwind für Söder

Berlin/Deggendorf – Nach der Wahlklatsche für die Union ziehen sich überraschend zwei hochrangige Minister aus dem Bundestag zurück. Annegret Kramp-Karrenbauer und Peter Altmaier (beide CDU) verzichten auf ihr Mandat. Zwei junge Abgeordnete rücken dafür in zwei Wochen nach. „Mir blutet das Herz, wenn ich sehe, wie wenig jüngere Abgeordnete dieses Mal für die CDU/CSU in den Bundestag eingezogen sind“, sagte Altmaier.

In der Union wird nun mit weiteren personellen Konsequenzen gerechnet; womöglich heute bei Sitzungen der Parteispitze. Der Vorsitzende Armin Laschet ist zu einem Rückzug bereit und will den Prozess am besten mit Konsenskandidaten moderieren.

Auch in der CSU wird Unmut laut. Bayerns Junge Union, bisher loyal an Markus Söders Seite, kritisiert den Führungsstil des Parteichefs und fordert mehr Mannschaftsspiel.

Auch aus der CDU kommen harte Attacken. Der CDU-Abgeordnete Friedrich Merz verbreitete, 2021 markiere einen Tiefpunkt des Miteinanders in der Union. Der Umgang sei „stillos, respektlos und streckenweise rüpelhaft“ gewesen. Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) griff Söder persönlich an. Andere in ein schlechtes Licht zu stellen, um selbst besser zu glänzen, das habe man in seiner Zeit als Politikwissenschaftler „södern“ genannt, sagte Günther.  afp/dpa/cd

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